Inklusion

Bitte sehen Sie auch unter „Aktuelles“ meinen Bericht über die Veranstaltung am 12. September, zu der ich Expert*innen und ein breites Publikum eingeladen hatte: „Miteinander für mehr Inklusion“ im Samocca-Café Fürth
mit Axel Wisgalla – Ergänzende Unabhängige Teilhabe-Beratung (EUTB)
Wolfgang Eckmeier – Integrationsfachdienst (IFD) für den Bereich Arbeit
Günter Frank – Integral e.V. Nürnberg für den Bereich Wohnen
Cornelia Sperber – Bezirksjugendring für den Bereich Jugendarbeit
Fabian Kittel – Behindertenrat der Stadt Fürth, Sprecher AG Inklusion
Lydia Bauer-Hechler – Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Bezirkstag, Mitglied im Sozialausschuss
Moderation: Prof. Dr. Gerhard Wirner (ev. FH Nürnberg)

Inklusion spielt für Menschen mit Behinderungen eine besondere Rolle. Jahrzehntelang kämpften Menschen mit Beeinträchtigungen für ihr Recht auf Selbstbestimmung und Teilhabe, gegen Ausgrenzung und Behinderung als Armutsrisiko. Wir haben ein lange gewachsenes Fürsorgesystem mit einer ganzen Landschaft von Sondereinrichtungen. Viele Einrichtungen leisten gute Arbeit. Doch Inklusion bedeutet eben nicht Fürsorge und Sozialhilfe, sondern Stärkung der Eigenaktivität, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe. Menschen sollen selbst entscheiden, wo und wie sie leben wollen und welche Hilfen sie benötigen.
Damit dies gelingt, braucht es ein Umdenken in der Gesellschaft, aber auch politische Anreize. Wir brauchen Inklusion von Anfang an mit einer inklusiven Pädagogik in allen Kindertagesstätten und Schulen, mehr Arbeitgeber, die Menschen mit Behinderungen eine Perspektive bieten, mehr sozial geförderten Wohnungsbau mit inklusiven Wohnprojekten sowie eine auf Sozialraum und Nachbarschaft ausgerichtete Sozialpolitik.
Ich begrüße sehr, dass sich immer mehr Kommunen auf den Weg machen, einen„Aktionsplan Inklusion“ zu entwickeln. Die Akteur*innen müssen noch viele Hürden überwinden, in den Köpfen, Barrieren für Mobilität und Kommunikation und auch politische Grenzen wie z.B. im Schulsystem.